Etappe 27: Sinzig → Euskirchen-Flamersheim

Datum: Dienstag, 19. Juni 2012
Route: Sinzig → Gelsdorf → Wormersdorf → Rheinbach → Euskirchen-Flamersheim
Strecke: 32 km, davon 7 gelaufen
Im Buch: Kapitel 10, Seite 67


Durch den zusätzlichen Tag im Eifeldorf musste ich wiedermal eine Etappe überspringen. Also brachte mich der „Coach“ der Veranstaltung mittags nach Gelsdorf. Von da machte ich mich auf den Weg nach Euskirchen.
In Rheinbach duftete es plötzlich nach Kaffee und ich fragte in die Richtung, wo der Duft herkam und ich auch Geschirr klappern hörte, ob es hier welchen gäbe. Ich stand genau vor einem Café mit Straßenterrasse und nutzte die Gelegenheit für eine Pause. So konnte ich die Journalistin der Euskirchener Lokalredaktion anrufen, die mich interviewen wollte und mich mit Rainer aus Frankfurt verabreden, der mich nochmal treffen wollte.
Es war herrlich hier zu sitzen und den Gästen zuzuhören, die so schön im rheinischen Platt schwaaden taten… (ach nee, hier heißt es ja „kallen“)
So verging die Zeit - und ich beschloss, die Wanderung für heute zu beenden und Rainers Angebot anzunehmen, mich zu meinem Gastgeber Claus zu bringen.
 
Wie sich das rheinische „Kalle“ anhört, zeigt dieses kurze Beispiel eines Rheinbachers:

An der Route

Vom Rhein in die Eifel

Gelsdorf, Gemeinde Grafschaft: Nach den Tagen entlang des Rheins verändert sich hier die Landschaft spürbar: offener, landwirtschaftlich geprägt, mit ersten sanften Höhenzügen.
Rheinbach markiert den Übergang in die Voreifel. Die Stadt ist geprägt von einer gut erhaltenen Altstadt mit Fachwerkhäusern und kleinen Plätzen.
Flamersheim, heute ein Stadtteil von Euskirchen, liegt bereits deutlich in der Voreifel. Die Landschaft wird ruhiger, die Wege weniger eindeutig – und der Charakter der Region verändert sich spürbar.
 

Wenn Chrom und Lack um die Wette blinken: Die Oldtimer- und Veteranenfreunde Wormersdorf

Oldtimertreffen der Veteranenfreunde Wormersdorf mit klassischen Fahrzeugen und Besuchern auf einer Wiese
Wormersdorf ist wiedermal ein Ort, wo Oldtimer Thema sind: Jeweils am zweiten Juli-Wochenende findet ein großes Oldtimer-Treffen auf dem Dorfplatz statt. Egal ob Fahrzeuge aus den 30er, 50er, 70er Jahren oder auch Youngtimer und Autos der 90er Jahre – alle sind herzlich willkommen, um die Leidenschaft für das „öligste Hobby der Welt“ zu teilen und die legendären „Benzin-Gespräche“ zu führen.
Schade, dass ich das verpasst habe… Oldtimer fand ich schon in der Kindheit toll. Und wenn ich nicht erblindet wäre, hätte ich bestimmt irgendwann einen gefahren...
Zur Internetseite der Oldtimer- und Veteranenfreunde Wormersdorf
 

Stuhl + Farbe – Claus Fettweiss

Claus Fettweiss mit einem farbig gestalteten Holzstuhl in seiner Werkstatt
Begegnung mit Claus Fettweiss bei Kaffee und Gespräch in seiner Wohnung

Mein Gastgeber Claus ist pensionierter Lehrer – und Künstler. Aus alten, oft ausrangierten Holzstühlen macht er farbenfrohe Unikate. Mit Acryllacken und einer eigenen Technik verwandelt er gebrauchte Möbelstücke in individuelle Kunstobjekte, die jeweils ihre eigene Geschichte erzählen.
Kein Stuhl gleicht dem anderen. Formen, Farben und Strukturen entstehen im Prozess – und machen jedes Stück zu einem Einzelstück.
In seiner Wohnung wird diese kreative Arbeit unmittelbar erlebbar. Überall finden sich besondere Lichtakzente und gestaltete Objekte, die den Raum prägen – und mir zugleich die Orientierung erleichterten.