Etappe 1: Oberbrunn → Ramerberg

Bild: Abschied in Oberbrunn

Datum: Dienstag, 15. Mai 2012
Strecke: 27 km geplant, davon 24 elaufen
über Niederbrunn, Wim, Hinzing, Höslwang, Halfing, Griesstätt und Ramerberg-Unterkatzbach.
Im Buch findest Du diese Etappe in Kapitel 3 ab Seite 19.


Der Morgen meines Aufbruchs war erfüllt von letzten Vorbereitungen und einer leisen Spannung. Noch schnell ein paar organisatorische Dinge erledigen, das Gepäck ein letztes Mal prüfen – und dann stand ich schließlich vor der Tür, mit meinem gelben Leibchen und dem Gepäcktrolley, beide mit der Aufschrift: „Ich gehe blind nach Brüssel.“ Einige Freunde begleiteten mich auf den ersten Kilometern. Bei sonnigem Wetter führte der Weg über vertraute Straßen und durch kleine Orte, während ich mich langsam an das Gehen mit Blindenstock, Gepäcktrolley und Navigationsgerät gewöhnte.
Unterwegs gab es erste kleine Herausforderungen – Momente der Orientierungslosigkeit, eine Baustellenbake, die mich unsanft stoppte, und unerwartete Begegnungen mit hilfsbereiten Menschen. Immer wieder zeigte sich, dass ich auf diesem Weg nicht allein war. Am Abend erreichte ich Ramerberg, wo ich von meinen ersten Gastgebern herzlich aufgenommen wurde. In Gesprächen, einer kleinen Veranstaltung und einer stillen Zeremonie entstand das Gefühl, dass diese Wanderung unter einem guten Zeichen begann.

An der Route

Der Hilgerhof in Niederbrunn

Bild: Der Hilgerhof in Niederbrunn
Der Hilgerhof in Niederbrunn kann auf eine lange und abwechslungsreiche Geschichte zurückblicken. Um 1724 erbaut, befand sich der Hof zunächst in Besitz der Familie Hilger.
1963 erwarb der Münchner Versicherungsdirektor Tosso Herz das Objekt. Er renovierte es mit viel Idealismus, Geld und fachkundiger Unterstützung. Herz verstarb 1975 im Alter von 54 Jahren. Nach seinem Tod wurde der Hilgerhof dem Landkreis Traunstein als "Herz'sche Heimatstiftung Hilgerhof" entschädigungslos übereignet. Seitdem steht der Hilgerhof der Öffentlichkeit als Heimatmuseum zur Verfügung, in dem regelmäßig Konzerte, Tagungen und Familienfeier stattfinden. Auch der Oberbrunner Schützenverein hat hier sein Domizil gefunden, nachdem er aus unserem Haus „ausgezogen“ ist.

Bild: Typische Chiemgauer Hügellandschaft
Auf dem Weg durch Hinzing bei Pittenhart – typische Chiemgauer Hügellandschaft

Höslwang - Das Dorf, in dem die Sonne die meisten Tage strahlt.

Bild: Ansicht von Höselwang
Landschaftlich reizvoll auf der Kuppe eines Moränenhügels gelegen, bietet Höslwang dem Betrachter einen umfassenden Blick nach Süden auf das tiefer gelegene Waldseegebiet "Eggstätt - Hemhofer - Seenplatte", den Chiemsee und darüber hinaus auf die ganze Alpenkette.
Die älteste Urkunde von Höslwang stammt aus dem Jahre 1076. Der Gemeindename Höslwang lässt sich etymologisch von "hasala" (Haselstaude) ableiten. Entlang der Auffahrt nach Höslwang sollen ehemals Haselnusssträucher gestanden haben, welche dem Ort den Namen gaben.

Cafe Bar Restaurant Vivarium

Bild: Café Bar Restaurant Vivarium
Jazz Live · Biergarten · Kinderspielplatz · Mediterrane Küche · Vegetarische Gerichte · Sonntags-Frühstück · Cateringservice
Vital & up do date - gesunde Ernährung durch fleischarme und vollwertige Kost.
Hier sind wir immer mal gerne eingekehrt.
www.cafe-vivarium.de

Halfing

Bild: Blick auf Halfing
Die landschaftlichen Formen unserer Halfinger Heimat wurden in der letzten Eiszeit durch die von den Gletscherströmen hervorgerufenen Schürfungen und Moränenablagerungen entscheidend geprägt. Das Gebiet um Halfing gehörte zur Ostflanke des großen Inngletschers, der nach seinem Rückzug in das Gebirge eine große Wasserfläche hinterließ, die nach und nach verlandete. Das Halfinger Freimoos und die Seen im Halfinger Moor (Wölkhamer-, Zillhamer- und Ameranger See) sind hier als ihre letzten Reste zu betrachten mit einer wertvollen und einmaligen Flora und Fauna.
In der Umgebung von Halfing wurden mehrfach prähistorische Funde gemacht, die auf eine frühe Besiedlung des ganzen Gebietes hinweisen. Von besonderem Wert ist ein prähistorisches Steinbeil aus Malachit, welches auf die Zeit um 2000 - 2400 v. Chr. datiert wurde (Fundstelle im Bereich der heutigen Hochriesstraße).
Etwa um 15 n. Chr. besetzten römische Truppen das Alpenvorland. Eine wichtige Heerstraße führte vom Legionslager Lauriacum (Lorch) an der Donau über Juvavum (Salzburg) zum Innübergang Pons Aeni (Pfaffenhofen bei Rosenheim) und weiter nach Augusta Vindelicorum (Augsburg). Überreste dieser Straße sind heute noch beim Ortsteil Irlach südlich von Halfing zu sehen.
Halfing ist eine sehr alte, mindestens in die Zeit der bayerischen Landnahme zurückgehende Siedlung ( ca. 500 - 550 n. Chr.). Hierauf weist der Ortsname mit der charakteristischen Endung auf “...-ing”  hin. Ein weiteres Indiz hierfür ist die bereits im Mittelalter außergewöhnliche Größe des Ortes. Der ursprüngliche Name Hadoluinga leitet sich von Hadolf (oder Hadulf) ab, der wohl Anführer einer hier siedelnden Sippe war.
Halfing wurde 928 erstmals urkundlich erwähnt. Die Tatsache, dass in dieser Urkunde Hadoluinga damals bereits als ein Ort mit einer Kirche erscheint, bestätigt, dass Halfing schon lange vor dieser ersten Beurkundung bestanden hat.

Die Chiemgauer Lokalbahn
Wandern, radeln und Museen besuchen

Bild: Die Lokalbahn in Halfing
Nostalgie pur bietet die Chiemgauer Lokalbahn jeden Sonntag und an den Feiertagen auf der 18 Kilometer langen, idyllischen Museumsbahn-Strecke von Bad Endorf über Halfing,  Amerang nach Obing mit dem historischen Triebwagen „LEO“ (Baujahr 1952). Außerdem gibt es Sonderfahrten mit  Dampfzügen.

Moorlehrpfad Freimoos

Bild: Der Moorlehrpfad bei Halfing
Das Naturparadies "Freimoos" liegt am nördlichen Ortsrand von Halfing. Der "Moorlehrpfad Freimoos" verbindet die Gemeinden Halfing und Amerang und bringt seinen Besuchern einzigartige Naturschönheiten näher. Interessante und lehreiche Schautafeln informieren den Besucher, spezielle Aussichtspunkte laden ein zum Verweilen und Entspannen.

Chiemgauer Opernfestival auf Gut Immling

Bild: Das Gut Imling
Jedes Jahr findet zwischen Juni und August das Opernfestival Gut Immling statt, mit mehreren Operneigenproduktionen und anderen Veranstaltungen, die mittlerweile Kultstatus besitzen. Die ehemalige Reithalle wurde inzwischen zu einem klimatisierten Opernhaus mit bequemster Bestuhlung, das Ensemble besteht aus internationalen Sängerinnen und Sängern. Stark nachgefragt ist auch die Kinderkulturwoche, die jedes Jahr im Rahmen des Opernfestivals stattfindet. Der Gutshof Immling dient als Aufführungsort ebenso wie als Gnadenhof für viele Tiere.
Hier haben wir so manche Aufführung genossen.

Die Gemeinde Ramerberg

Die Geschichte von Ramerberg und seiner allernächsten Umgebung geht sehr weit zurück: unweit der Kirche, deren auffallend massiver Turm weithin zu sehen ist, liegen in einem Waldstück rund 10 Hügelgräber aus der Hallsteinzeit. "Rumaerberc", - so wird der Ort bereits in einer Urkunde (1137) des Klosters Attl erwähnt -, kann nichts anderes heißen als Berg von den Römern. Gemeint sind damit wohl die Romanen, die im 11. Jahrhundert in dieser Gegend auftreten und im Ebersberger Cartular erwähnt sind.
Zum Erholen laden in Ramerberg die Wege durch die Innauen und das dortige Naturschutz-gebiet ein. Ebenso beliebt sind bei den sportbegeisterten die Langlaufloipen des Wintersportvereines Zellerreit. In den gemütlichen Wirtshäusern der Gemeinde kann man sich anschließend bei gut bürgerlicher Küche stärken und verwöhnen lassen.

Pfarrkirche Ramerberg

Bild: Pfarrkirche St. Leonhard in Ramerberg
Das Gebiet um Ramerberg gehörte bis zur Säkularisation zum Kloster Attel. Seine ehemalige Filialkirche (heute Pfarrkirche), deren wuchtiger Turm romanisch ist und sein Chor sowie Schiff im 15. Jh. unter Verwendung romanischer Bauelemente verändert wurden, erlangte als Wallfahrt zum Hl. Leonhard im späten Mittelalter einige Bedeutung. Die tiefe Verbundenheit der Gemeinde zeigt sich auch heute noch bei dem alljährlich stattfindenden "Leonhardi-Ritt".

Schloss Zellerreit

Bild: Schloss Zellerreit in Ramerberg
Das Schloss Zellerreit befindet sich im Gemeindeteil Zellerreit. Die viergeschossige Anlage wurde in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaut und im 19. Jh. umgebaut. Zum Schloss gehört die Schlosskapelle St. Georg (spätgotisch, barock ausgebaut) mit Ausstattung.

Hügelgräber

Unweit der Pfarrkirche St. Leonhard befinden sich in einem Waldstück 10 Hügelgräber aus der Hallsteinzeit.
Gemeinde Ramerberg
www.ramerberg.de

Gasthaus Bichler, Ramerberg

Bild: Gasthof Bichler in Ramerberg
Hier hatte ich meine erste Veranstaltung, von Horst Kröger organisiert.
Aufgrund eines Küchenbrandes wird es im Aommer 2026 abgerissen werden.
www.gasthaus-bichler.de

Essener-Brot - Das Original seit über 25 Jahren

Vor 18 Jahren brachte der „Bayer“  Horst Kröger ein neues Brot auf den Markt.  In Zusammenarbeit mit dem Bäcker Stangl hatten sie ein uraltes Rezept  mit den Qualitäten des levitierten Wassers kombiniert und ließen das so genannte Essener Brot wieder aufleben.
 Der Name kommt nicht aus dem Ruhrpott, sondern stammt von einer jüdischen Gemeinde aus dem 2. Jahrhundert vor Christus. Das Essener Brot wird mit Keimlingen gebacken. Die Mineralstoffe aus dem Korn werden durch den Keimprozess in eine Form überführt, die für den Menschen optimal verwertbar ist. Keimlinge ersetzen Backmittel und bringen ein Plus an Vitaminen und Vitalstoffen. Essener Brot gilt als besonders bekömmlich.
Kroeger - Brot und Backwaren-Spezialitäten
Unterkatzbach 3
83561 Ramerberg
Telefon: 08039-408770
E-Mail: info@essener-brot.com

Gedanken des tages

Läuterung der Nahrung mit Gedankenkraft

Erneuert eure Körper, damit ihr die der Menge auf andere Ebenen erheben könnt. Lernt, das innerste Mark aller Nahrungsmittel dieser Erde aufzunehmen. Eure Mahlzeiten sollten Zeremonien sein! Die grundlegendste Kunst des Menschen besteht darin, die Nahrung zu beherrschen, sie im Rhythmus seines Körpers schwingen zu lassen.
Dies sind keine leeren Worte, sondern die Beschreibung eines konkreten Phänomens. Denn die Beherrschung der Nahrung bedeutet die Beherrschung der Gedanken.
EURE GEDANKEN SIND DIE „EINZIGE“ KRAFT, DIE DIE NAHRUNG VERGIFTET ODER LÄUTERT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Wenn ihr die Orte und Umstände, an denen ihr im Himmel erschaffen wurdet, sehen könntet, würdet ihr eurem Körper nur noch ein Viertel von dem geben, was ihn gewöhnlich ernährt.
Ihr müsst die Nahrung „beleben“, wenn ihr sie esst. Begreift, dass ihr während des Essens dem großen Schöpfungsplan dient, denn ihr habt die Fähigkeit, das, was ihr aufnehmt, zu verfeinern.
Damit meine ich nicht die Arbeit eures Körpers, sondern die eures Geistes, denn der Geist prägt eurer Ätherflamme seine Befehle ein.
Ich sage euch, Brüder, eure Liebe kann eurem Ätherwesen befehlen, die vitalstofflichen Bestandteile jeder Nahrung zu verändern.
Ihr versteht nun, wie groß die Verantwortung des Menschen auf dieser Erde ist. Er steht im Mittelpunkt aller Austauschbeziehungen, er ist das Feld für die Verwandlung der Kräfte.
(Aus „Essener Erinnerungen“ von Meurois/Givaudan, Eine Rückbesinnung auf die wahren Wurzeln des Jesus von Nazareth, Seite 239

Ich bin ein Gärtner. Mein Herz ist mein Garten

„Wenn Unkraut und Disteln gepflanzt werden, so sind sie es, die wachsen
Sie werden die Blumen meines Herzens, die Lebensfreude, ersticken und verderben
Der Meister hat gesagt: “Wie der Mensch in seinem innersten Herzen denkt, so ist er.”
Was ich in meinem Garten gepflanzt habe, ist, was ich bin, oder besser gesagt, ist, was ich glaube zu sein, und alles, was ich je in meinem Leben erfahren werde, ist, was ich im Garten meines Herzens pflanze.
Wenn ich Samen des Schmerzes und der Zurücksetzung säe, so pflanze ich in meinen Garten die Überzeugung, ungeliebt zu sein, pflanze Dornen des Schmerzes und der Benachteiligung,
Selbstmitleid wird die Erfahrung meines Lebens sein.
Ich bin ein Gärtner. Mein Herz ist mein Garten
Meine Gedanken kommen aus meinem Garten, und meine Worte und Gedanken säen wiederum die Blumen oder das Unkraut“.
(Aus der ersten Schriftrolle der Essener)