Stefan Nathan Lange (51) geht von Pittenhart-Oberbrunn (Bayern, Nähe Chiemsee) nach Brüssel zum Europaparlament. Warum tut sich das einer an? Und dann ausgerechnet ein fast gänzlich Blinder? »Ich gehe nach Brüssel und sage „denen“, daß wir nicht mehr mitmachen!«Wir nehmen unser Leben in die eigenen Hände! Stefan Nathan Lange ist ein wirklich ungewöhnlicher Mensch, der auf jeden mit offenem Herzen zugeht. Die Kraft für den langen Weg gibt ihm seine Überzeugung, daß hier etwas gewaltig schief läuft und sehrwohl jeder einzelne etwas ändern kann – wenn er denn wirklich will.
Der ehemalige Informatikprojektleiter praktiziert heute als schamanischer Therapeut und betreibt mit seiner Partnerin eine kleine Pension (www.haus-oberbrunn.de) im Chiemgau. Sein Projekt hat drei Ebenen:
•Er möchte gern im Europaparlament sprechen („Werdet endlich von Volksverrätern wieder zu Volksvertretern!“). Wesentliche Punkte für Lange sind die Gesellschaftspolitik und der ESM-Vertrag.
•Der Weg ist das Ziel – als Botschaft an die Menschen, daß sie ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen, die Beziehungen im direkten Umfeld wie Familie und Freunde stärken sollen; auch um unabhängiger gegenüber äußeren Einflüssen (Politik, Wirtschaft) zu werden. „Erst wurden die Großfamilien zerstört, dann die Kleinfamilien und jetzt gibt es fast nur noch Alleinerziehende und Singles. Die Kinder werden auch entfremdet, weil sie spätestens mit einem Jahr in die Krippe gesteckt werden – und das Ziel ist klar: Einzelne sind leichter zu lenken als Gemeinschaften. Und da können wir einhaken, in dem wir uns wieder zusammenschließen.“
Die Grundbotschaft sei, so Lange, das „System“ auszuhöhlen, ihm Energie zu entziehen, das wir uns auf uns konzentrieren und immer mehr miteinander ausmachen, ohne Geld hin und her zu schieben. Tauschbörsen sind für Lange allerdings auch nur eine Übergangslösung.
•Es ist für ihn auch eine Art Pilgerreise. Gerade bei großen Etappen durch Wälder tankt er neue Energie und findet immer wieder zu neuen Gedanken. Während seiner Reise bekommt er viel Zuspruch („Das machst Du ja auch für uns!“).
Interessanterweise hat Lange keine Sponsoren, sondern finanziert sein Projekt aus eigenen Mitteln. Zur Orientierung auf dem Weg nutzt er ein für Blinde optimiertes Navigationsgerät.
Lange sucht noch weitere Unterstützung und Unterstützer, sucht für einzelne Etappen Mitgeher, Schlafplätze. Insbesondere in Brüssel wird er einige Unterstützung benötigen. Er ist per eMail erreichbar (post@stefan-nathan-lange.de) und freut sich über jede Unterstützung und sei es „nur“ Zuspruch. Letzten bekommt er immer wieder von den Menschen, die er auf seinem Weg trifft, die ihm ganz spontan, auch mit kleinen Handreichungen, helfen. Jedem den er trifft, drückt er einen seiner Flyer in die Hand. Dort liest man über seine Ziele, Hintergründe und seine Vorschläge zum Umsetzen.
Günter Sauer
(Quelle: http://www.schildverlag.de/blog/braucht-das-deutsche-volk-einen-%E2%80%9...)